Volker Radke

…bis man ihr das anmerkt

Richard Dawkins und die “Summe an Glück”

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Richard Dawkins, der einiges geschrieben hat, das ich schätze, hat zu meiner Enttäuschung die Abtreibung von Föten mit Down-Syndrom empfohlen und gar als “moralisch richtig” bezeichnet, mit einer Argumentation, die mir an Radikalität Peter Singer hinter sich zu lassen scheint:

Wenn deine Moral, so wie meine, auf dem Wunsch begründet ist, die Summe an Glück zu vergrößern und das Leiden zu verringern, könnte die Entscheidung, absichtlich ein Down-Baby zur Welt zu bringen, obwohl die Möglichkeit einer Abtreibung in der frühen Schwangerschaft besteht, im Hinblick auf das Wohlergehen des Kindes sogar unmoralisch sein.

Das Praktische an der Idee einer “Summe an Glück” ist, dass sie schlecht genug bestimmbar ist, um damit so ziemlich alles rechtfertigen zu können. Im zitierten Abschnitt klingt sogar durch, dass ein totes Kind mit Down-Syndrom zumindest weniger unglücklich wäre als ein lebendes. Gerade bei vielen Kindern mit Down-Syndrom ist dies völlig absurd:

Auffallend viele Menschen mit Down-Syndrom haben besondere Fähigkeiten im Bereich des Sozialverhaltens und der Emotionalität, die bereits im Kleinkindalter beobachtet werden können. So wurde in Studien festgestellt, dass „viele dieser Kinder deutliche Stärken im sozialen Funktionieren“ zeigen und „öfter eine aufgeweckte Stimmungslage haben, mehr auf Musik ansprechen und weniger anstrengend sind als gleichaltrige andere Kinder“. Dennoch können Menschen mit Down-Syndrom bezüglich ihres Sozialverhaltens und ihrer Emotionalität untereinander sehr verschieden sein. (Wikipedia)

Wenn Dawkins von einer “Summe an Glück” im gesamtgesellschaftlichen Sinn spricht, müsste er auch in Erwägung ziehen, wie sich diese Summe – und die Gesellschaft mit ihr – verändert, wenn ökonomistisches Denken sich bis in solch persönliche Bereiche wie die Frage einer Abtreibung hineindrängt. Vielleicht sinkt die gesellschaftliche “Summe an Glück” ja paradoxerweise, wenn Glück zu sehr quantifiziert und vermessen wird?

Weiter fragt man sich, bei welchen genetisch bedingten Erkrankungen Dawkins die Grenze zieht: Das Gleiche würde etwa bei einer genetischen Disposition für Typ-I-Diabetes zutreffen, was nach Dawkins’ Logik des Autors die Abtreibung nach Feststellung der Veranlagung beim Fötus bedeuten sollte – auch hier wäre es sogar unmoralisch, es nicht zu tun, da ja die “Summe an Glück” sinken könnte.

Um für mich zu sprechen: Der Summe meines persönlichen Glücks würde es gut tun, wenn Dawkins und einige seiner Anhänger weniger gefährlichen Unfug erzählten. Um für andere zu sprechen: Yes, right now Richard Dawkins is a liability to atheism. Und dass Atheisten manchmal schlimme Dinge sagen, beeinflusst die Wahrscheinlichkeit der Nicht-Existenz Gottes so wenig wie die Verbrechen religiöser Menschen die Möglichkeit seiner Existenz ausschließen.

Written by Volker Radke

26/08/2014 at 5:53 nachmittags

Veröffentlicht in Nicht kategorisiert, Politik

5 Thesen zur Operation insertrecentnamehere

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  1. In letzter Zeit hört man etwas seltener, dass die Hamas ja die demokratisch gewählte Regierung der Palästinenser im Gaza-Streifen sei. Es kann trotzdem nicht schaden, darauf hinzuweisen, dass die Regierung Netanjahu ebenfalls gewählt ist. Ich suche nach dem Präzedenzfall einer Regierung, die auf fortgesetzten Raketenbeschuss der eigenen Bevölkerung nicht mit militärischen Mitteln reagiert hat und dafür von ihrem dankbaren Staatsvolk wiedergewählt worden ist, zweifle aber daran, dass ich einen finden werde.
  2. Wer Gaza als riesiges Gefängnis bezeichnet und die rigiden Grenzkontrollen beklagt, denke bitte auch darüber nach, welche und wieviele Waffen die Hamas heute hätte (und wie der Konflikt in der Folge eskalieren würde), würden Israel und Ägypten diese rigiden Grenzkontrollen nicht durchführen.
  3. Warum Israel größeres Vertrauen in Gespräche mit Organisationen setzen sollte, die sein Existenzrecht bestreiten und Waffenruhen als taktisches Element begreifen, bleibt unklar.
  4. Dass es bei dem aktuellen Krieg nicht um palästinensische Freiheit geht, lässt sich unschwer aus dem Programm der Hamas ablesen und muss deshalb nicht weiter begründet werden. Freiheit und religiöse Herrschaft schließen einander aus.
  5. Mitgefühl muss allen säkularen und religiösen Palästinensern gelten, die die Hamas nicht gewählt haben und Israel als Staat zu akzeptieren bereit sind. Sie sind die tatsächlichen palästinensischen Opfer dieses Krieges, zusammen mit den Kindern, die das Pech hatten, in eine Gesellschaft hineingeboren zu werden, die von religiösen Antisemiten dominiert wird. Wer jedoch die Hamas in Kenntnis ihres Programms gewählt hat, hat damit auch die Entscheidung getroffen, ein Leben in Gefahr zu führen.

————————–

(Die Thesen 2-5 habe ich aus einem fünf Jahre alten Text kopiert, und auch These 1 klingt verdächtig vertraut – so wenig hat sich leider geändert.)

Written by Volker Radke

24/07/2014 at 9:17 nachmittags

Veröffentlicht in Politik

Dienstleistungsgewerbe

with 5 comments

Facebook-Chat, Rechtschreibung naturbelassen
Ehemaliger Nachhilfeschüler
servus volker
würdest du für mich eine hausarbeit in politik schreiben? soll so zwischen 10
bis 13 seiten lang sein. hab dieses semester einen außerfachlichen kurs belegt
in politik. in dem proseminar geht es um das regierungssystem der
bundesregierung deutschland. ichh abe halt gar keine zeit, weil ich die ganze
zeit lernen muss. meine zugangsdaten für die uni bibliothek usw würde ich dir
alles geben. morgen bekomme ich mein thema. ich meine es gibt ja google books
und google scholar auch noch. bis zum 31.03 muss das abgegeben sein. versteh
mich nicht falsch, aber ich würde dir ja dann auch was zahlen. sagen wir 150
euro für so eine billige hausarbeit, die du in paar tagen schreiben kannst.
falls ich die top bestehe, zahle ich nochmal 50 euro drauf. top ist eine 1. was
sagst du dazu? meld dich

viele grüße

vr
Grüß dich, so etwas mache ich grundsätzlich nicht, weil ich so etwas nicht
akzeptabel finde. Würde ich es tun, würde das mindestens 300,- Euro kosten, +
Fahrtkosten. Politik habe ich auch nicht studiert, sondern Soziologie, das ist
etwas anderes.
Wenn du die Zeit nicht hast, belege halt den Kurs nicht, oder mach’ den Schein
nicht.
cu, Volker

Ehemaliger Nachhilfeschüler
looool
okay fix 200. welche fahrtskosten?

vr
Lies bitte den ersten Satz noch mal.

Ehemaliger Nachhilfeschüler
oh man ist doch egal ob das akzeptabel ist oder nicht, volker. es sind nur 7 bis
10 seiten. das machst du locker. einem alten wegbegleiter kannst du doch nicht
hier einfach so hilflos da stehen lassen. ich meine 200 euro ist so viel. das
ist für dich 5 bis 6 tage arbeit. mehr nicht.

vr
Wenn du hilflos bist, hättest du den Kurs vielleicht nicht belegen sollen. Und
200,- für 5 bis 6 Tage wäre ein ziemlich armseliger Stundenlohn. Da spiele ich
lieber Xbox.

Ehemaliger Nachhilfeschüler
wenn ich mal arzt bin, kann ich dir viel zahlen. okay wenn ich dir 300 geben
würde, würdest du eine 1,x rausholen können?

vr
Nicht unwitzig, und doch bleibt es dabei: Ich mache so etwas nicht. Es würde
auch deshalb nicht funktionieren, weil du durch meinen anderen Stil und das
Fehlen von Rechtschreibfehlern sofort auffliegen würdest. So blöde kann kein
Dozent sein.

Ehemaliger Nachhilfeschüler
ey ich schreibe so gut. denkst du, dass ich dumm bin immerhin hab ich ein
besseres abi als du haha spaß ^^ aj okay. wenn du das geld net haben willst,
dann weiß ich auch net. jeder anedrer hätte es gemacht. es geht ja net hier um
eine doktorarbeit oder diploma thesis. sondern um eine billige hausarbeit. ^^

vr
Dann frage doch jeden anderen

Ehemaliger Nachhilfeschüler
du willst doch nur deine verhandlungsbasis stärken, in dem du solche argumente
bringst. in der nachhilfe sagst du den ja auch die lösung. also wo ist da
sproblem, mein lieber? ^^

Written by Volker Radke

21/05/2014 at 5:02 nachmittags

Veröffentlicht in Personal

Glaube als Beziehungskiste

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In einem ansonsten angenehmen Urlaubsgespräch mit einem anglikanischen Priester lernte ich, wie beklemmend modernisierte Varianten christlichen Denkens sein können, auch wenn sie auf den ersten Blick aufgeklärter und weniger hasserfüllt wirken als man es aus früheren Jahrzehnten und Jahrhunderten kennt.. Im Gedächtnis blieb mir v.a. Folgendes:

  • Die Hölle gibt es nach wie vor;
  • Sie ist der Ort für jene, die “die Nähe zu Gott nicht ertragen können”;
  • Eine enge Beziehung zu Gott ist das eigentlich Entscheidende für alle Menschen.

Aus meiner Sicht folgt daraus:

  • Wer nicht an Gott glaubt, landet in der Hölle, egal ob er ansonsten ein “guter Mensch gewesen ist” oder nicht;
  • Wie alle Beziehungskisten ist auch die mit Gott vielerleit Unsicherheiten unterworfen: Ist meine Liebe zu Gott ausreichend? Liebe und ehre ich ihn auf die richtige Art? Wie soll ich mit Gewissheit erfahren, ob “alles ok” ist?
  • Im Gegensatz zu Religionen, die den Menschen eine Fülle von alltagsweltlichen Regeln auferlegen, deren strikte Befolgung einem wenigstens ein heimeliges Gefühl der Sicherheit verschafft, ist die imaginierte Beziehung zu Gott als wichtigster Garant für meine spätere Himmelsfahrt für meine Begriffe nicht weniger angsterzeugend als das, was wir von früher kennen.
  • Auch dieser Gott ist ein strafender Gott, und zwar einer der Gattung verchmähter Liebhaber, der einem, der zu Lebzeiten keine Beziehung zu ihm wünscht, nicht mehr verzeiht.

In einem fairen Universum wäre die Hölle der Ort für all jene, die ihren Mitmenschen aus metaphyischen Gründen ein Leben in Angst bereiten.

Written by Volker Radke

06/11/2013 at 2:43 nachmittags

Veröffentlicht in Politik

Stadtteilgruppe

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Bild

Die Plakate dieser Gruppe machen das Wiesbadener Westend durchaus ein wenig lebenswerter; dass deren gegenwärtige und ehemalige Mitglieder sich ihre eigenen Existenzen dabei wechselseitig ruinieren, ist nur Dreingabe.

Written by Volker Radke

06/09/2013 at 9:30 nachmittags

Veröffentlicht in Foto, Politik, Wiesbaden

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Verbotszone

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alk

Written by Volker Radke

12/06/2013 at 8:41 nachmittags

Veröffentlicht in Foto

Meditation, ein endloser Spaziergang um den Block

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Über Meditation wird haupsächlich Gutes geschrieben, egal ob sie christlich, hinduistisch oder buddhistisch geprägt ist. Ihre Nützlichkeit wird kaum bezweifelt, die Meditationspraxen zugrundeliegenden philosophischen Ideen werden kaum kritisiert. Mir ist keine kritische Sozialgeschichte der Meditation bekannt.

Wird soziales Elend oder Autoritarismus in religiös geprägten Ländern wie Indien oder Tibet kritisiert, kommt kaum jemand auf die Idee, die mit häufig widerlichen religiösen Ideen verknüpften Meditationspraxen – wie Buddhas Empfehlung an seine zölibatären Studenten, über Frauen als Sack voller Fäkalien zu meditieren – zahlloser leidender Menschen könnten eher einen Beitrag zum Fortbestand als zur Überwindung dieses Elends leisten. Tibetischen Eltern ihr Kind wegzunehmen und es dazu zu zwingen, viele Stunden am Tag über ein einziges Wort zu meditieren, wird wohl wirklich von vielen Menschen als Befreiung von weltlichen Zwängen betrachtet. Wenigstens ist es eine von der Armut der Eltern. Wer das christliche Klosterleben im Mittelalter romantisiert, möge an die Leibeigenen denken, die für die meditierenden Mönche schuften durften.

Im Zen-Buddhismus ist es eine beliebte Praxis, über paradoxe Aussagen (eine Hand, die klatscht etc.), die nicht auflösbar sind, zu meditieren. Es ist keine Auflösung erreichbar außer der, irgendwann zu realisieren, dass es keine Auflösung gibt. Und – wenn es gut läuft –  der Erkenntnis, dass es keinen Sinn hat, Gehirnschmalz an Dinge zu verschwenden, die völlig offenkundig zu nichts führen. Wer über Sinnfreies allzu lange nachdenkt, mag irgendwann auf die Idee kommen, dass die Befreiung vom Sinn Sinn macht, und dass das Nirvana ein gutes Ziel einer imaginären Reise abgibt. Man kann aber auch einfach gleich den Seitenausgang nehmen und sich Dingen widmen, die das eigene Leben oder gar das anderer Menschen verbessern. Die Idee der Illusionarität von Allem ist eine arg durchschaubare Illusion.

Yogis und Meditationsmeister sehen oft, wenn auch nicht immer, noch im fortgeschrittenen Alter recht gesund aus, was erst einmal beeindruckt. Wer einen Moment über die Gründe nachdenkt, wird schnell auf den Gedanken kommen, dass diese Menschen sich in der Regel von anderen dafür bezahlen lassen, viel Zeit für körperliches Training zu haben, von schwerer Arbeit befreit zu sein, viel frische Luft zu genießen etc.pp. Das erhöht die Warscheinlichkeit ungemein, mit 60 nicht so auszusehen, als habe man sein erwachsenes Leben im Büro oder am Schmelzofen verbracht. Auch spielt von vornherein ein Selektionseffekt eine Rolle: Wer als Yogi in spe nicht nicht den Anforderungen nahekommt, die potentielle Anänger an Körperbau, Hautbeschaffenheit, Bartwuchs etc. stellen, wird deutlich schlechtere Chancen haben, es im hartumkämpften spirituellen Gesundheitsbusiness zu etwas zu bringen.

Die Frage, ob Yoga, Meditation und anderes bei allem Brimborium gesundheitlich von Nutzen sein könnte: Hatha-Yoga ist nichts wesentlich anderes als eine Mischung aus Gymnastik, Atemtechnik und Entspannung sowie Ernährungsempfehlungen. Ein Nutzen kann daraus entstehen, dass vielleicht auch Menschen, denen die bewusste Förderung der eigenen Gesundheit zu banal erscheint, ihre Muskeln dehnen und sich ab und zu entspannen. Gleichzeitig fragt man sich jedoch, inwieweit Verluste an kognitiver Klarheit das Leben dieser Menschen wiederum negativ beeinflussen.

Ein großes Problem der Meditationsforschung liegt darin, dass ein beträchtlicher Teil der Forscher unbedingt herausfinden möchte, dass Meditation eine gute Sache ist, was der Qualität der Studien nicht eben zuträglich ist. Ein Großteil der bekannten Meditationstechniken scheint gesundheitlich keine besseren Ergebnisse hervorzubringen als ein Nickerchen, auch wenn von den Apologeten in Presse und Öffentlichkeit gerne etwas anderes behauptet wird. Wäre Meditation so fantastisch effektiv, müsste das relativ einfach nachweisbar sein.

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Etwas für die eigene Gesundheit zu tun ist gut. Ideal ist es, wenn man dabei nicht blöder wird und einen klaren, kritischen Kopf behält.Was kann man also tun? In keiner besonderen Reihenfolge und ohne den Anspruch, dass ich selbst auch nur irgend eine Kompetenz habe, meinen eigenen Ratschlägen zu folgen:

  • Gehe vor die Tür.
  • Dehne deine Muskulatur.
  • Frage dich, welche Bewegungen du nie oder selten durchführst, und beschäftige dich mit ihnen.
  • Bewege dich auf eine Art, die dir Spaß macht, und die deine Gelenke nicht zu sehr belastet.
  • Benutze deine höheren Gehirnfunktionen für viele verschiedene Dinge. Monotones Lösen von Sudokus bringt mit der Zeit immer weniger Nutzen, besser wäre eine progressive Beschäftigung mit mathematischen Themen, die einem schwerfallen.
  • Beschäftige dich mit Dingen, die dir in der Schule schwer gefallen sind. Dort winken die größten Verbesserungen.
  • Beschäftige dich mit Techniken systematischen Denkens.
  • Versuche, dich situativ in das Denken anderer Menschen hineinzuversetzen. Viele sind darin ohnehin gut, für die, die es nicht sind, winkt ein beträchtlicher Gewinn.
  • Mache Pausen, in denen du möglichst wenig tust, damit dein Gehirn, dessen Fähigkeiten begrenzter sind, als viele denken, Zeit zur Integration von Gelerntem hat und dein Körper sich entspannen kann.
  • Helfe anderen Menschen. Es klingt eigennützig, aber man ist oft derjenige, der davon am meisten profitiert. Wenn man jedoch zu sehr darüber nachdenkt, wie man sich damit gerade selbst etwas Gutes tut, sinkt der Ertrag wieder.
  • Finde einen für dich funktionierenden Mix aus Gewohnheiten, die dein Leben leichter machen, und neuen Erfahrungen, die deine Möglichkeiten erweitern.
  • Setze dir erreichbare Ziele, die dir immer wieder Erfolgserlebnisse verschaffen.

All diese Vorschläge haben einen für viele Menschen entscheidenden Haken: Man wird dadurch nicht zu etwas Besonderem, man kommt “Gott” nicht näher, man ist nicht auf einem “erhabenen” Weg, und wenn er auch ins Nichts führte.

Ich hätte diesen Text nicht geschrieben, hätte ich nicht selbst Jahre meines Lebens mit spirituellen Dingen vertrödelt, zum Glück ohne je elementare Zweifel überwinden zu können. Diese Zweifel wertschätzen zu lernen hat lange gedauert, auch und gerade weil sie mich nicht zu einem besseren Menschen gemacht haben.

Written by Volker Radke

05/03/2013 at 1:14 nachmittags

Veröffentlicht in Politik

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