Archiv für September 2006
Spam VII
Hier hatte ich meinen Wechsel von Thunderbird mit seinem enttäuschenden Spamfilter zu Evolution mit Bogofilter-Plugin beschrieben.
Nachdem ich Bogofilter über Evolution trainiert hatte, machte sich bei mir zuerst eine gewisse Ernüchterung breit: Etwa 90% Spamerkennung ist deutlich besser als beim Mozilla-Mailprogramm, ich hatte jedoch mehr erwartet, und trotz weiteren Trainings stagnierte die Genauigkeit.
Zeit, das andere Evolution-Plugin auszuprobieren, welches Spamassassin einbindet. Ich hatte Spamassassin auf Grund vieler Beiträge in Foren als schwächer in der Spamerkennung eingeschätzt, musste aber erstaunt festellen, dass die Fehlerrate in zwei hintereinanderliegenden Nächten bei 0% lag (bei jeweils etwa 90 Mails). Leider braucht Spamassassin bei mir recht lange, um Mails zu analysieren – oft mehr als 5 Sekunden pro Mail, u.a. wegen der durchgeführten Ferntests – so dass ich mich entschloss, doch mal an den Einstellungen von Bogofilter zu schrauben.
Weil bei mir noch zu viel Spam durchkam, meine gute Mail aber immer richtig erkannt wurde, setzte ich den Wert für spam_cutoff in der Datei /etc/bogofilter.cf von 0.99 zuerst auf 0.98, und als das eine gewisse Besserung brachte, sukzessive auf 0.90 herunter. Dadurch scheint mein Spamproblem gelöst, selbst Attacken mit zufälligen Texten in Mails werden anstandslos erkannt, ohne dass Ham-Mail als Spam etikettiert wird. Die Spamerkennungsrate liegt nun bei über 99%, und ein weiteres Absenken des Wertes von spam_cutoff scheint problemlos möglich zu sein.
No weaseling out this time
It’s official: I’m a conservative.
Deduction
I always miss the latest developments in my own field of knowledge, which is why I only managed to write a short introduction into anti-German thinking and then continued with smaller bits and pieces. So if the following is going to be some old stuff from the nineties, my apologies:
- Presupposition: Germany lost its right to exist after WWII and the Holocaust, for details see the longer text I’m getting most of my nasty mail for.
- If Germany = no right to exist, then German soldiers = no right to exist
- If German soldiers = no right to exist, then German soldiers = should not go anywhere, including the Middle East
Yes, the Israeli government asked Germany for help in this situation for the main reason that it has run out of „friends“ willing and able to help in the current situation (i.e. US and others being occupied in Iraq, changes of government or governmental policies after Islamist bombings in Europe). Yet Germany has contributed a lot to the current situation being as it is, which means it has helped to create a situation in which German soldiers appear to be a good idea for many Israelis.
One of the main tasks in Germany’s foreign policy at the moment: Reaping the moral yield for „helping Israel“ (from killing Jews to „protecting“ Jews out of „historical responsibility“) while maintaining good and profitable connections with Iran and other Islamic states in the region; using the window of opportunity which opened when it became clear that the US are not in the shape for more risky adventures, due to the current failure of „pacifying“ Iraq.
3 Filme
Gestern Henryk Broder in „3 nach 9″, in Bernd Eichingers Gegenwart gefragt, ob er schon „Das Parfüm“ gesehen habe: Nein, er möge Kostümfilme nicht. Auch das Buch habe ihn gelangweilt, er sei sich allerdings nicht sicher, ob es nicht doch eins von Hera Lind gewesen sei. Unmut in der Runde, der Abend ist gerettet.
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Davor hatte ich Teile von „Pitch Black“ gesehen, ein B-Movie mit einer Mischung aus Jean-Claude Van Damme und Adriano Celentano namens Vin Diesel in der Hauptrolle. Jenseits von einigen netten special effects (der Ringplanet kam gut) waren die Charaktere so dramatisch hohl, dass ich fast nicht glauben kann, dass so etwas für irgend jemanden funktioniert. Tut es aber, sagen Kritiker.
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Vor einigen Wochen bin ich bei „Da Vinci Code“ nach der Hälfte eingeschlafen, nachdem ich völlig den Faden, kurz nach dem Interesse an dem ganzen Quark, verloren hatte. Angeblich habe ich einen „routinierten Thriller ohne Längen und mit konstanter Spannung„ verpasst. Mir kam’s eher konstant öde und spannungslos vor.
Wahlabend
Nach dem ersten Interview mit dem NPD-Spitzenkandidaten im ZDF habe ich ausgeschaltet. Es macht keinen Sinn, diesen Menschen einzuladen um ihn dann abzuwürgen, wenn einem die Antwort nicht passt. Weil es leider auch mir nicht egal sein kann, welche Präsenz und Ressourcen Nazis in der Öffentlichkeit haben, frage ich mich selbst, meist anlässlich von Wahlen, was die bürgerliche Medienwelt „besser“ machen könnte:
- Durch rüpelhaftes Verhalten von Journalisten gegenüber den NPD-Kandidaten werden u.U. selbst bei Deutschen, die die NPD nicht gewählt haben, Solidarisierungseffekte („Underdog“) erzeugt, zumal Journalisten – mit Recht – keine besonders angesehene Bevölkerungsgruppe sind;
- Die NPD-Kandidaten sind in der Regel den sie interviewenden Journalisten dahingehend überlegen, dass sie ihre (potentiellen) Wähler besser erreichen, selbst und gerade wenn der Journalist smart wirkt und den Nazi argumentativ einmacht. Dann kommt der Intellektuellenhass des NPD-Publikums zum Tragen;
- Das Nichteinladen von NPD-Kadern halte ich nach wie vor für die beste Lösung, aber auch damit entgeht man nicht dem Problem, dass die NPD genügend eigene Kanäle hat (Präsenz vor Ort, eigene Zeitung, Internet etc.) um ihr Publikum trotzdem zu erreichen.
Die Auseinandersetzung der Bürgerlichen mit den Nazis wird auf andere Art stattfinden müssen: Zensur, Verbot, Knast. Ist das geschafft, darf die deutsche Journalistenelite es von mir aus auch mal mit Argumenten versuchen.
(vgl. Anmerkungen zu den Landtagswahlen in Sachsen und Brandenburg)
“Nie haben deutsche Soldaten gegen Araber gekämpft”
>>…Arabische Staaten
Wie sämtliche großen deutschen Parlamentsparteien wirbt die NPD für eine besondere außenpolitische Annäherung an die arabischen Staaten. Dort existierten große Sympathien für Deutschland, dem in der Region keine Kolonialvergangenheit vorgeworfen werden könne, heißt es in einem Bericht der „Deutschen Stimme“. „Ob bei jung oder alt, ob in der Großstadt oder bei den Beduinen, ob Jemen, Oman, Irak, Sudan, Ägypten“ – überall begegne der deutsche Besucher „derselben besonderen Freundlichkeit und Gastfreundschaft“. Den arabischen Söhnen, Töchtern und Enkelkindern werde seit Generationen eingeschärft, „wie ein deutscher Mann (eine deutsche Frau)“ zu sein, „denn die Deutschen waren immer unsere Freunde und sie sind immer unsere Freunde geblieben! Sie sind treu, ehrlich, tapfer, gerecht und wir können uns stets auf sie verlassen. Nie haben sie uns verraten, nie haben deutsche Soldaten gegen Araber gekämpft!’“ Die naive Selbstdarstellung deutscher Wertschätzung in der arabischen Welt übersetzt das politische Kalkül sämtlicher Berliner Außenämter, die seit der Kaiserzeit von den Kolonialverbrechen der deutschen Konkurrenten profitieren wollen, in eine einfache Wählersprache. Die Anknüpfungspunkte zur aktuellen Außenpolitik des offiziellen Berlin sind unübersehbar.
Iran
Einen Höhepunkt bei der ideellen Überformung wesentlicher Inhalte des Berliner Weltmachtstrebens erreicht die NPD mit ihrer aktuellen Iran-Politik. Iran sei „derzeit die Speerspitze im Kampf um eine gerechtere Weltordnung“, schreibt heute zur Wahl stehende Partei: „Wenn es im Augenblick einen Wortführer der freien Welt gibt, der sich Gerechtigkeit, Ehrlichkeit und die Wahrung der legitimen Lebensinteressen der Völker auf seine Fahnen geschrieben hat, dann heißt er Mahmud Ahmadinedschad“. Die Partei erinnert an ein Presseinterview des iranischen Staatspräsidenten, der „die Deutschen (…) ausdrücklich als seine ‘Ansprechpartner’ betitelt hat“. „Präsident Ahmadinedschad setzt sich nicht nur für die Souveränitätsrechte seines eigenen Volkes ein, sondern tat dies kürzlich in seinem Spiegel-Interview auch für unser deutsches Volk“, heißt es über die Teheraner Staatsspitze, die den Deutschen empfohlen hatte, die NS-Verbrechen nicht länger zu thematisieren. „Warum wird dem deutschen Volk so viel auferlegt?“, zitiert die NPD den iranischen Staatspräsidenten: „Warum darf das deutsche Volk nicht das Recht haben, sich zu verteidigen? Warum werden die Verbrechen einer Gruppe so betont, anstatt vielmehr das große deutsche Kulturerbe herauszustellen?…“<<
Designing Headlines
Die „Meinungsseite“ der Frankfurter Rundschau heute:
>>Kommentar Europäischer Gerichtshof
Kommentar Russland
Kommentar Juden
Kommentar zur Libanon-Mission
Kommentar zum Papst-Besuch<<
etc.
Wie lange sie darüber wohl nachgedacht haben? Hätten sie statt „Kommentar zum Papstbesuch“ auch „Kommentar Christen“ schreiben können? Oder statt „Kommentar Russland“ „Kommentar Russen“? War das ein Praktikant oder wieder mal ein freier Journalist? Ich wünschte, ich könnte auch mal so locker sein wie die Online-Redaktion der Frankfurter Rundschau.
Popups im Blog und auf der Homepage
sind jetzt fort: Webstats4u hat seine Geschäftspolitik anscheinend im September 2005 geändert und baut mittlerweile Popups für nichtzahlende Kunden ein. Thx an den Looplab-Admin, der mich darauf überhaupt erst aufmerksam gemacht hat – durch die Popublocker in meinen Browsern war mir das völlig entgangen.
Deutsche Interessen gegen Israel II
>>Die drohenden Sanktionen gegen den Iran sorgen in der deutschen Wirtschaft für Unruhe. Nach einer Öffentlichkeitsoffensive in der vergangenen Woche kündigen führende Wirtschaftsverbände für Ende September eine Krisensitzung an, bei der hochrangige Vertreter des Auswärtigen Amts und des Wirtschaftsministeriums interessierte Exportunternehmer mit Lageeinschätzungen aus erster Hand bedienen werden. Müssten sich deutsche Firmen wegen Sanktionen aus dem Iran zurückziehen, würden „chinesische Konkurrenten“ profitieren, warnt der Vorsitzende des Nah- und Mittelost-Vereins (NuMOV). Wegen der politischen Drohungen gegen Teheran haben die deutschen Ausfuhren in den Golfstaat im ersten Halbjahr 2006 starke Einbußen erlitten – ein Schaden, der britischen und US-amerikanischen Unternehmen nur in viel geringerem Umfang droht: Die britischen Ausfuhren in den Iran betragen nicht einmal ein Fünftel der deutschen, Washington hat seine nationalen Wirtschaftssanktionen gegen den Iran, die Geschäfte in größerem Umfang verhindern, gerade verlängert. Sollte der Iran Objekt eines Angriffskrieges werden, drohen Berlin zusätzlich zu ökonomischen Einflussverlusten auch Schadensansprüche aus staatlichen Investitionsgarantien in Millionenhöhe…<<