Volker Radke

…bis man ihr das anmerkt

“Nie haben deutsche Soldaten gegen Araber gekämpft”

mit einem Kommentar

German Foreign Policy:

>>…Arabische Staaten
Wie sämtliche großen deutschen Parlamentsparteien wirbt die NPD für eine besondere außenpolitische Annäherung an die arabischen Staaten. Dort existierten große Sympathien für Deutschland, dem in der Region keine Kolonialvergangenheit vorgeworfen werden könne, heißt es in einem Bericht der „Deutschen Stimme“. „Ob bei jung oder alt, ob in der Großstadt oder bei den Beduinen, ob Jemen, Oman, Irak, Sudan, Ägypten“ – überall begegne der deutsche Besucher „derselben besonderen Freundlichkeit und Gastfreundschaft“. Den arabischen Söhnen, Töchtern und Enkelkindern werde seit Generationen eingeschärft, „wie ein deutscher Mann (eine deutsche Frau)“ zu sein, „denn die Deutschen waren immer unsere Freunde und sie sind immer unsere Freunde geblieben! Sie sind treu, ehrlich, tapfer, gerecht und wir können uns stets auf sie verlassen. Nie haben sie uns verraten, nie haben deutsche Soldaten gegen Araber gekämpft!’“ Die naive Selbstdarstellung deutscher Wertschätzung in der arabischen Welt übersetzt das politische Kalkül sämtlicher Berliner Außenämter, die seit der Kaiserzeit von den Kolonialverbrechen der deutschen Konkurrenten profitieren wollen, in eine einfache Wählersprache. Die Anknüpfungspunkte zur aktuellen Außenpolitik des offiziellen Berlin sind unübersehbar.

Iran
Einen Höhepunkt bei der ideellen Überformung wesentlicher Inhalte des Berliner Weltmachtstrebens erreicht die NPD mit ihrer aktuellen Iran-Politik. Iran sei „derzeit die Speerspitze im Kampf um eine gerechtere Weltordnung“, schreibt heute zur Wahl stehende Partei: „Wenn es im Augenblick einen Wortführer der freien Welt gibt, der sich Gerechtigkeit, Ehrlichkeit und die Wahrung der legitimen Lebensinteressen der Völker auf seine Fahnen geschrieben hat, dann heißt er Mahmud Ahmadinedschad“. Die Partei erinnert an ein Presseinterview des iranischen Staatspräsidenten, der „die Deutschen (…) ausdrücklich als seine ‘Ansprechpartner’ betitelt hat“. „Präsident Ahmadinedschad setzt sich nicht nur für die Souveränitätsrechte seines eigenen Volkes ein, sondern tat dies kürzlich in seinem Spiegel-Interview auch für unser deutsches Volk“, heißt es über die Teheraner Staatsspitze, die den Deutschen empfohlen hatte, die NS-Verbrechen nicht länger zu thematisieren. „Warum wird dem deutschen Volk so viel auferlegt?“, zitiert die NPD den iranischen Staatspräsidenten: „Warum darf das deutsche Volk nicht das Recht haben, sich zu verteidigen? Warum werden die Verbrechen einer Gruppe so betont, anstatt vielmehr das große deutsche Kulturerbe herauszustellen?…“<<

Geschrieben von Volker Radke

Sonntag, September 17, 2006 um 9:10

Veröffentlicht in Politik

Eine Antwort

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  1. [...] Volker Radkes Hinweis, “Nie haben deutsche Soldaten gegen Araber gekämpft”, auf einen Artikel der German Foreign Policy sei um ein weiteres Zitat ergänzt: [...]

    going down in style

    Montag, September 18, 2006 um 9:01


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