Ein Klassenargument
Spiegel Online über gute Gründe, in Mecklenburg-Vorpommern NPD zu wählen:
„Und 18 Prozent der NPD-Wähler waren arbeitslos.“
Die Arbeitslosenquote in Meck-Vorpomm: 18%. NPD-Wähler in Meck-Vorpomm sind also nicht stärker von Arbeitslosigkeit betroffen als der Durchschnitt in diesem Bundesland. Man könnte (auch wenn ich sowas nie tun würde) sogar sagen, sie sind höchst durchschnittliche Meck-Vorpommler, aber das würde ein investigativer Spiegel-Recherchierjournalist so höchstens aus Versehen vertreten.
Sobald es um Nazis geht, kehrt in der bürgerlichen Presse der Materialismus als Gespenst zurück.
In Gelsenkirchen waren es vor ein paar Jahren, glaube ich, 16% (weiß die aktuelle Zahl nicht).
Leuchtet mir auch immer noch nicht ein, dass jemand, der ökonomisch ins Loch fällt, die Lösung des Problems nicht auf der ökonomischen, sondern der ‘nationalen’ Ebene sucht.
goncourt
Dienstag, Oktober 24, 2006 um 7:55