Archiv für November 2006
Tuxedomoon
„Artpunk“ ist ein schöner Tag für diese Band.
Van der Graaf Generator
Eine dunklere Seite des Progressive Rock.
Jon&Vangelis
Ich mag elektronischen Kitsch, wenn er nur genug Overdubs hat und völlig ernst gemeint ist.
King Crimson
Das Doppel-Trio ist nicht meine Lieblings-Besetzung, aber „Three of a perfect Pair“ ist eines ihrer rhythmisch interessantesten Stücke.
Mahavishnu Orchestra
Jazzrock Anfang der 70er-Jahre, bevor er berechenbar wurde.
Gentle Giant
Eine der wenigen Progresive-Rock-Bands mit Humor und ausgefeilter Polyphonie. Als die Mitglieder sich 1977 entschlossen, ihre Musik zu vereinfachen, um im Geschäft zu bleiben, ging die Band unter.
Heute ist mein persönlicher Youtube-Tag, gewidmet verschiedenen Helden meiner verlängerten Jugend.
Kein Blumentopf
Gestern beim Blumfeld-Konzert auf 3SAT wäre ich fast vom Stuhl gefallen, als Distelmeyer tatsächlich etwas Triolisches auf seiner Gitarre gespielt hat. Wie immer hat die Band auch diese kühne Idee (in „Verstärker“ glaube ich) entschlossen zu Tode geritten. Der ganze Rest – ich bin öfters weggedriftet, weil alles so berechenbar war – war die Underground-Variante von Marschmusik, kein Stück hatte interessante Tempo- oder Stimmungswechsel.
Ein paar Minuten habe ich mich mit der Frage bei Laune gehalten, ob die Musiker anders gekonnt hätten, hätten sie nur gewollt. Nach dem Keyboardsolo habe ich diese Idee verworfen.
Auch bei den Texten ist mir eine besondere Avanciertheit nur stellenweise aufgefallen. „Ihr habt immer nur weggesehen“, was wohl anklagend gemeint war, hat in mir eher unerfreuliche Assoziationen ausgelöst. Da jedoch ohnehin nicht klar wurde, wer da gemeint gewesen sein könnte, habe ich mich dazu entschlossen, dem keine tiefere Bedeutung zuzumessen. Vielleicht sind die neueren Lyrics einfacher als die alten, ich kenne ohnehin nur zwei Platten der Band.
Das Publikum sah nach „Szene“ aus, vielleicht ist das ja die Spex-Szene, wenn es so etwas gibt. Schmachtende Blicke bei den Liebesliedern, ansonsten das übliche Gehopse. Wenn das „linke Musik“ ist, dann leben wir – als wüssten wir’s nicht sowieso – eben in einer nichtrevolutionären Zeit.
Innere Kündigung
Ein wunderschöner Büroroman.
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In der Krankenkasse, in der ich mal gearbeitet habe, hatten die Mitarbeiter die Angewohnheit entwickelt, ihre Kugelschreiber mit Namensschildern zu versehen, um ihre Entwendung durch andere Beschäftigte zu verhindern. Dies, obwohl die Kugelschreiber vom Arbeitgeber in rauen Mengen und umsonst gestellt wurden.
Fehlendes Unrechtsbewusstsein
Pärchen in Videothek. Einige weitere Kunden, mehrere prekär beschäftigte Videothekenmitarbeiter im selben Raum.
A (hält DVD-Hülle hoch, ruft zu B herüber): „WIE WÄR’S DAMIT?“
B (ruft zurück): „NÖ, HABEN WIR DAHEIM AUF’M RECHNER!“