Keine böse Absicht
Spiegel Online paraphrasiert und zitiert Peter Wagenknecht vom Projekt „Bildungsbausteine gegen Antisemitismus“ in Kreuzberg:
Allerdings sei, wer Jude als Beleidigung benutze, nicht automatisch ein Antisemit, sondern handle vielfach gedankenlos. „Viele Schüler empfinden die besondere Brisanz des Schimpfwortes ‘Jude’ gar nicht mehr, es geht ihnen einfach um einen Tabubruch.“
Bis heute hatte ich gedacht, dass nur Brisantes zum Tabubruch eignet – stupid me!
Wie meist bei Antisemitismus, ist es auch bei den Schülern wieder anders gemeint: Sie denken erst nicht nach, begreifen dann nicht, was sie sagen, und schaffen en passant noch einen Tabubruch, das aber doch gewollt. Wirklich böse gemeint ist’s letztlich nicht.