Volker Radke

…bis man ihr das anmerkt

Arbeitersportverein II

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Initiative gegen die Bebauung des Sparbiersportplatzes:

>>Ehemalige Grüne wie Thomas Ebermann kritisieren heute rechte Tendenzen bei der Linkspartei. Sie verschweigen dabei allerdings bewusst ihre eigene Querfront-Politik der 1980er Jahre. Im Kalkül der “Öko-Sozialisten”, die seit Mitte der 70er Jahre Überlegungen darüber anstellten, wie man durch Wahlbeteiligungen Macht & Einfluss erzielen könnte, spielten die “bürgerlichen Kräfte” von Beginn an eine zentrale Rolle, denn es war klar, dass man mit dem eigenen Alternativmilieu allein die 5-Prozent-Hürde nicht würde überspringen können. Man wußte dabei genau, dass es sich bei den anvisierten Bürgern in Wirklichkeit um ein konservatives bis rechtes Publikum handelt, denn Wald- und Naturschutz waren immer schon eine wichtige rechte, letztlich völkische Domäne. Nicht zufällig waren deshalb alle grünen Mini-Parteien und Gruppen, die es in der BRD bis dahin schon reichlich gab (das gilt auch für den 1975 entstandenen “Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland”), rechte Gründungen. 

[…]

Thomas Ebermann saß ab 1987 mit seinem Fraktionskollegen Alfred Mechtersheimer im Bundestag, einem Mann, der vom bayrischen Verfassungsschutz nur wenige Jahre später als „rechtsextrem“ eingestuft wurde. Es ist kein Wunder, dass aus diesem Milieu Leute wie Angelika Beer, Willi Hoss, Christa Nickels, Antje Vollmer, Otto Schily oder Joseph Fischer hervorgingen, und es ist keine Rechtswende, wenn Grüne heute in Altona oder in Frankfurt mit der CDU koalieren. Grüne Querfront-Linke wie Jutta Ditfurth, versuchen nachträglich die Geschichte der Grünen als eine Geschichte des Verrats an linken Idealen darzustellen und ihre Zusammenarbeit mit den Rechten als clevere Taktik zu verharmlosen: „Wir Linken wollten mit der Grünen-Gründung von 1980 verhindern, dass die ökologische Frage von Rechts besetzt und die faschistische Blut-und-Boden-Ideologie modernisiert wurde“. Es ist die selbe Rechtfertigung, die man heute von Politikern der Linkspartei hören kann, die mit rechten Wählern “kein Problem” haben. Allerdings gingen die damaligen Öko-Sozialisten dabei viel weiter als heute DIE LINKE.<<

Geschrieben von Volker Radke

Freitag, Oktober 5, 2007 um 5:11

Veröffentlicht in Personal

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