Liberale, Armut und China
Das Antibürokratieteam und Henryk Broder feiern die Weltbank-Studie, nach der die Zahl der Armen in der Welt zwischen 1981 und 2005 um etwa 500 Millionen abgenommen habe, als weiteren Erfolg des Kapitalismus. Dabei übersehen sie, was Daniel Kulla aufgefallen ist, und auch u.a. bei Spiegel Online und tagesschau.de zu lesen war: Im selben Zeitraum sank die Zahl der Armen im (wenigstens für das AB-Team und Broder) nicht so doll kapitalistischen China um etwa 627 Millionen Menschen, nahm also im Rest der Welt um etwa 127 Millionen zu.
Deshalb ist der Scherz bei Joachim von Antibürokratieteam eigentlich gar keiner:
Disclaimer an die mitlesenden GuG’s [gemeint sind wahrscheinlich Genossen und Genossinen, VR]: Ja gewiss, mit dem endgültigen Sieg der sozialistischen Weltrevolution würden sicher auch die nach wie vor verbleibenden eineinhalb Milliarden Armen schon längst verschwunden sein.
Es fällt schwer, darauf nicht zu antworten: Was gerade demonstriert wird.