Volker Radke

…bis man ihr das anmerkt

Archiv für März 2009

Frühe Prägungen eines deutschen Vorstandsvorsitzenden

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German Foreign Policy:

>>…Hartmut Mehdorn kam 1942 in Warschau zur Welt, wo die Position seines Vaters, eines Angehörigen der deutschen Besatzungsstreitkräfte, die privilegierte Niederkunft ermöglichte. Zur Zeit des Systemkampfes absolvierte er Schulen in Westberlin, deren Frontstadtgeist ihn prägten. Mehdorn trat der Berliner Burschenschaft Frankonia bei. In ihren aktuellen Selbstdarstellungen werben die Burschenschaften mit dem Wahlspruch „Ehre, Freiheit, Vaterland“ und unterhalten gewöhnlich auch einen Fechtbetrieb.[1] Als die neu entstandene deutsche Luftwaffe technische Offiziere suchte, begann Mehdorn 1974 eine Militärkarriere. Sie führte ihn an die Spitze des vormaligen Produzenten von NS-Jagdflugzeugen Messerschmitt, der inzwischen erneut Kampfmaschinen herstellte. Weitere Stationen waren führende Positionen beim damals größten deutschen Rüstungsexporteur, der DASA (Deutsche Aerospace Aktiengesellschaft), und anderen Anbietern von Luftkriegsobjekten….<<

Geschrieben von Volker Radke

Dienstag, März 31, 2009 um 9:40

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Getaggt mit ,

South Park und Finanzkrise

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http://www.southparkstudios.com/episodes/220760

via classless

Geschrieben von Volker Radke

Donnerstag, März 26, 2009 um 11:36

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Das politische Scheitern der Klimaforscher III

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David Adam, guardian.co.uk:

>>Protest and direct action could be the only way to tackle soaring carbon emissions, a leading climate scientist has said.

James Hansen, a climate modeller with Nasa, told the Guardian today that corporate lobbying has undermined democratic attempts to curb carbon pollution. „The democratic process doesn’t quite seem to be working,“ he said.

Speaking on the eve of joining a protest against the headquarters of power firm E.ON in Coventry, Hansen said: „The first action that people should take is to use the democratic process. What is frustrating people, me included, is that democratic action affects elections but what we get then from political leaders is greenwash.

„The democratic process is supposed to be one person one vote, but it turns out that money is talking louder than the votes. So, I’m not surprised that people are getting frustrated.

[...]

Officials will gather in Bonn later this month to continue talks on a new global climate treaty, which campaigners have called to be signed at a UN meeting in Copenhagen in December. Hansen warned that the new treaty is „guaranteed to fail“ to bring down emissions.

Hansen said: „What’s being talked about for Copenhagen is a strenghening of Kyoto [protocol] approach, a cap and trade with offsets and escape hatches which will be gauranteed to fail in terms of getting the required rapid reduction in emissions. They talk about goals which sound impressive, but when you see the actions are such that it will be impossible to reach those goals, then I can understand the informed public getting frustrated.“

He said he was growing „concerned“ over the stance taken by the new US adminstration on global warming. „It’s not clear what their intentions are yet, but if they are going to support cap and trade then unfortunately i think that will be another case of greenwash…<<

Das Klimawandelskeptiker-Blog Watts Up With That forderte daraufhin die Entlassung Hansens durch die NASA wegen seiner angeblichen Infragestellung des „demokratischen Prozesses“. Dabei forderte Hansen im selben Interview die Bürger auf, eben diesen demokratischen Prozess zu nutzen und gegen Kohlekraftwerke zu demonstrieren.

Hansens „Fehler“ liegt darin, den „demokratischen Prozess“ auf die freie und gleiche Wahl zu reduzieren und korporativen Lobbyismus als etwas der bürgerlichen Demokratie äußerliches zu berachten. Das Eine wird es jedoch nicht ohne das Andere geben. Denkbar auch, dass Hansen sich nicht beschweren würde, wären die in seinem Sinne agierenden Lobbyisten durchsetzungsfähiger.

„Watts Up With That“ macht in dieser Beziehung keinen „Fehler“. Anthony Watts nutzt jeden Hebel, den er zu greifen bekommt, um Klimaforscher wie Hansen zu denunzieren – das brachte ihm einem Preis für das beste „science blog“ im letzten Jahr ein.

Geschrieben von Volker Radke

Mittwoch, März 25, 2009 um 11:37

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Das politische Scheitern der Klimaforscher II

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>>Zweitens aber macht sich die Geschichte so, dass das Endresultat stets aus den Konflikten vieler Einzelwissen hervorgeht, wovon jeder wieder durch eine Menge besonderer Lebensbedingungen zu dem gemacht wird, was er ist; es sind also unzählige einander durchkreuzende Kräfte, eine unendliche Gruppe von Kräfteparallelogrammen, daraus eine Resultante – das geschichtliche Ergebnis – hervorgeht, die selbst wieder als das Produkt einer, als Ganzes bewusstlos und willenlos wirkenden Macht angesehen werden kann. Denn was jeder Einzelne will, wird von jedem anderen verhindert, und was herauskommt, ist etwas, das keiner gewollt hat. So verläuft die bisherige Geschichte nach Art eines Naturprozesses …<< (F. Engels, Brief an Bloch (1890), MEW 37, 463f.)

Elizabeth Grossman, Earth Island Institute:

>>…“We were too optimistic,” Field said. “There was no decrease in emissions from developed countries and the sharpest increases and overall intensity came from China and India that rely heavily on coal.”

“It was assumed that coal would become less important,” says Ken Caldeira, also of the Carnegie Institution. What happened, however, is that China and India developed rapidly while rising oil prices pushed wealthy nations to use more coal, which is more CO2 intensive in its emissions. Scientists at NASA’s Goddard Space Science Institute concur that the past five years’ sharp increase in atmospheric CO2 is attributable to the steep rise in global coal use, pushed upward by accelerated Asian economic and industrial development.

“IPCC scenarios assume an increase in energy efficiency during this period,” Caldeira says. But that didn’t happen. “Efficiency flattened out,” he says.

[...]

Given the fact that the breakneck economic growth in India and China were well known phenomena, how could the Nobel prize-winning IPCC have omitted an increase in Asian carbon emissions from its scenarios? The short answer appears to be politics.

“Social and political dynamics are at work,” in producing final IPCC reports, Fields said at the AAAS meeting.

Stanford University biology professor and climate scientist Stephen Schneider agrees. “The lead authors are constrained by government reviewers,” Schneider says. “The political process cuts the edges and doesn’t do a good job at the tails of the bell curve, which is where we are now.

“These reports are consensus documents and when it comes to politics, the interests of small island nations are different than those of the U.S., China, Russia, Saudi Arabia, and Kuwait.”

There is a political and diplomatic incentive to low-ball emissions predictions because lower numbers make the task ahead appear less onerous…<<

Geschrieben von Volker Radke

Dienstag, März 17, 2009 um 11:57

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Teilzahlismus

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>>…Vertitrust und Rust AG waren die beiden Riesen unter den irdischen Konzernen. Vertitrust war noch um eine Spur größer als Rust AG, aber beide zusammen kontrollierten gut 65% des irdischen Schuldscheinmarktes, sie diktierten die Preise der Verbrauchsgüter. Beide Konzerne besaßen ein separates Weltraumprogramm, beide Konzerne besaßen einen Planeten im Alpha-Centauri-System, beide wollten ihren Planeten besiedeln. Die heutige Konferenz zeigte, daß die Konzernherren im Grunde auch bereits den Weg skizziert hatten, wie dies zu erreichen war. Hunger, der ein sozialer Aufsteiger war und aus einer kleinbürgerlichen Familie kam, wußte natürlich, daß er hier als Vertreter der Unternehmensspitze eines Konzerns saß, der nicht nur die Menschen um den Wert ihrer Arbeit betrog, die bei ihm angestellt waren, sondern der maßgebend die Bevölkerung der ganzen Erde unterdrücken, maßregeln und manipulieren half.

Seit Einführung des teilzahlistischen Wirtschaftssystems war das so. In seiner Jugend hatte Hunger die Übergangsphase vom Realkauf zum Kreditkauf bewußt miterlebt und durch Gewerkschaftsschulung vertieft, später auch durch betriebsinterne Dokumente studieren können. Sogenannte konjunkturelle Maßnahmen des Staates hatten dazu geführt, daß den arbeitenden Massen unter dem Schlagwort Kaufkraftabschöpfung bei gleichzeitiger Mehrarbeit Sondersteuern auferlegt wurden, bei Verwehrung einer die Inflationsrate deckenden Lohnerhöhung. Langsam war es dann dazu gekommen, daß die vom Markt angebotenen Konsumgüter nicht mehr gekauft wurden. Die Wirtschatszauberer stellten nun fest, daß es dies eigentlich auch nicht war, was sie wollten und verlangten stärkeren, und da es schon wieder einmal zu einer Krise gekommen war, sogar stärksten Konsum. Da andererseits die Wirtschaft nicht auf die durch die vorherigen Aktionen stark erhöhten Gewinne verzichten wollte und die Regierung die steuerlichen Mehreinnahmen schon für das Rüstungsprogramm verplant hatte, wurde als Ausweg der Kreditkauf propagiert, das sogenannte teilzahlistische Wirtschaftssystem. Die großen Konzerne, die den größten Gewinn machten, erklärten sich zum Ankauf von Schuldscheinen bereit, die sich auf die Arbeitskraft des Schuldners bezogen, später auch auf die Arbeitskraft der Erben des Schuldners.

Die Konzerne, unter denen bald Rust AG und Vertitrust den Markt aufrollten und die Konkurrenz ausschalteten, bestimmten die Ankaufspreise für Schuldscheine und entwerteten über diese Verteuerung abermals die Arbeitskraft der Massen. Ein Bündel von flankierenden Maßnahmen und Gesetzen ermöglichte es, den einzelnen zur Erfüllung seiner Pflichten aus den Schuldschein-Käufen heranzuziehen. So wurde es schnell möglich, die Arbeitszeit auf 52 Stunden in der Woche heraufzusetzen, die Ausfallzeiten durch Krankheit, Kur u. ä. herabzusetzen, das Rentenalter auf 75 zu erhöhen, jedermann beliebig auf Arbeitsstellen zu versetzen, die ein Maximum an Leistung erwarten ließen (der 68jährige Dreher war immer noch für den halben Lohn als Lagerarbeiter zu gebrauchen) und die Arbeitsunwilligen ins Arbeitslager zu schicken. Wer dem Arbeitslager entging, aber dennoch nicht konsumieren konnte, landete meistens im Asozialen-Getto, wo er ganz ohne Rechte einem Rest von Sozialfürsorge unterlag, bis bessere Verwertung für ihn gefunden wurde.

Hunger wußte, daß Vertitrust in dieser Konferenz Übereinkünfte über weitere Gesetze vorschlage würde, die darauf abzielten, Arbeitsunwilligen und Arbeitsuntüchtigen die Möglichkeit zu geben, mit ihren Organen für ihre Schulden zu bezahlen. Bei Rust AG opponierte man nur halbherzig gegen diesen Vorschlag, aber Hunger wußte, daß er dieses Gesetz durch formale, juristische und sachliche Einwände zu Fall [bringen] oder wenigstens auf die lange Bank schieben konnte, wenn sich nicht gänzlich neue Aspekte ergeben sollten.

[...]

Auf dem Weg ins Asozialen-Getto hörten Walter und Margret die Unterhaltung zweier Männer. „Ich mache das Spiel nicht mehr länger mit. Wir müssen etwas unternehmen!“

„Wir müssen etwas unternehmen“, sagte Walter nach einer Weile. „Und wir werden etwas unternehmen. Komm!“

Und sie gingen den Weg zurück, den sie gerade gekommen waren.<<

(Martin Beranek, Peter T. Vieton: Verkauf uns deinen Enkel. Aus: Science Fiction aus Deutschland, herausgegeben von Hans Joachim Alpers & Ronald  M. Hahn, 1974)

Geschrieben von Volker Radke

Dienstag, März 10, 2009 um 11:01

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Opensuse und Johann Gottlieb Fichte

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Keine gute Idee des Linux-Projekts, seine kommende Version 11.2 ausgerechnet nach einem der bekannteren deutschen Antisemiten zu benennen, was zu verhindern gewesen wäre, hätte man wenigsten den Wikipedia-Artikel über Fichte gelesen. Man kann nur hoffen, dass sie den nicht am Ende doch gelesen und sich trotzdem für den Namen entschieden haben.

Geschrieben von Volker Radke

Freitag, März 6, 2009 um 12:19

Veröffentlicht in Politik, Software