Volker Radke

…bis man ihr das anmerkt

Passing the torch

mit 7 Kommentaren

Geschrieben von Volker Radke

Sonntag, August 23, 2009 um 8:28

Veröffentlicht in Politik

7 Antworten

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  1. Interessant deinen Beitrag zu BSG zu lesen, ich habe nämlich einen ganz gegensätzliche Wahrnehmung gehabt. Das war meiner Meinung nach einer der besten Serien in der letzten Zeit.

    Wobei man sicherlich ziemlich viel Ausdauer braucht um sie zu sehen. Das liegt wohl auch daran, das sie ziemlich in die Tiefe ging. In der Hinsicht hat sich Ähnlichkeiten mit Babylon 5, obwohl sie Babylon 5 nicht so düster war.

    Aber orginell fand ich den ziemlich riesigen Bogen, das es schon zwei Planeten mit Menschen gab und das es eine übernatürlich Macht gibt, die das so geplant.
    Ehrlich gesagt drängt sich das nicht so auf, auch wenn man zum Schluß auf diese Konsequenz schließt.

    Ich gebe zu auch bei mir gab es ab und an Ausdauerdefizite bei einigen Folgen, die ziemlich verworren waren.

    Ich fand die Serie an einigen Stellen ziemlich brutal. Und es hat mich verwundert, wie bestimme moralische Dilemmata einfach gelöst werden. Das hatte natürlich einen hohen Bodycount zu folge.

    Oft haben sich auch die Rollen verwischt. Ich konnte oft die Zylonen gut verstehen, warum sie die Menschen ausrotten wollen. Letztere haben sich manchmal angestrengt den Zylonen Recht zu geben. Das es keine Schwarz-Weiß gab war für eine Bonus dieser Serie.
    Auch glaube ich, das 9/11 einen ziemlich großen Einfluß auf die Ausgestaltung der Serie hatte.

    serdargunes

    Samstag, August 29, 2009 um 7:32

  2. Das mit der übernatürlichen Macht ist für mich ein großes Problem, gerade bei SF-Serien und Filmen. Wenn man mit einer Story nicht weiterkommt, kann man in dem Genre immer eine Ebene hinten anbauen (noch mächtigere Spezies, Telepathen, die alles steuern, Q bei Star Trek etc.), die die Handlung so hinbiegen, wie man es gerne hätte.

    Das war sogar bei Asimovs Foundation-Saga so, die für mich trotzdem immer noch die größte SF-Serie überhaupt ist: Über das Schicksal der Menschheit wacht die erste Foundation, über die erste Foundation die zweite, beide werden von Gaia manipuliert, Gaia wieder wurde von einem fast unsterblichen, telepathischen Roboter geschaffen, der aber ursprünglich (hier wird es gar zirkulär!) von Menschen gebaut wurde.

    Ich frage mich gerade, wie für mich ein befriedigendes Ende von BSG ausgesehen hätte. Wie wäre es etwa, wenn die Menschen die Erde finden und dabei entdecken, dass die Menschheit von den Cylonen in einem genetischen Experiment geschaffen wurde? Oder man findet am Ende heraus, dass die Erde ein Mythos ist, den die Cylonen sozusagen in die menschliche Geschichte hineingefälscht haben?

    Volker Radke

    Sonntag, August 30, 2009 um 9:57

  3. Du hast Q, Telepathen usw. erwähnt. Warum müssen solche Kreaturen als „übernatürlich“ gelten? Man kann das auch ganz materialistisch sehen. In gewisserweise macht es ja SF aus, das es da etwas gibt, was die Menschen (und deren technischen Vorstellungen) übersteigt. In BSG ging es ja nicht gerade um Gott und sein Wesen. (auch wenn immer das Thema Götter vs. Gott behandelt wurde) Nur ganz am Ende kommt man drauf, wo es dann auch schon vorbei ist. Und dieser Gott ist noch nicht mal besonders „barmherzig“.

    Als ich fand das Ende von BSG beim ersten Mal auch ziemlich unbefriedigend. Was sich geändert hat, nachdem ich es mir mehrmals angeschaut habe. Das es da eine gewisse Sukzession zwischen den anderen Erden-Planeten gab, fand ich doch recht orginell.
    Ich hatte ja ursprünglich erwartet, das sie auf die heutige Zivilisation treffen (mit den Zylonen zusammen).

    Ich gebe zu deine alternativen Enden sind auch überlegenswert. Die hätten noch eine fünfte Staffel drehen sollen.

    serdargunes

    Sonntag, August 30, 2009 um 4:11

  4. Ah ja, das war ungenau ausgedrückt. Q ist zwar schon so etwas wie Gott, weil seine Spezies das Universum nach Belieben manipulieren kann, für Telepathen etc. wollte ich etwas anderes ausdrücken – dass man halt eine immer noch mächtigere, kontrollierende Ebene hinten anbauen kann, wenn man sonst in der Geschichte nicht weiterkommt (was strukturell natürlich in die Nähe von Verschwörungstheorien gerät). Die Gefahr ist beim SF halt stärker als bei anderen Genres, weil man sich immer etwas ausdenken kann.
    Bei Asimov war ich dankbar, dass er – im Gegensatz zum Babylon 5-Macher – seinen Atheismus in den Büchern durchgehalten hat. Religion tauchte in der Foundation-Serie etwa nur als organisierter Betrug auf.

    Ein Remake des Endes der Originalserie, wo man ja im Jahre 1980 ankam, hätte man sich glaube ich nicht getraut, das war damals ziemlich einhellig zerrissen worden. Ich denke, man musste sich etwas ganz anderes ausdenken.

    Freut mich, dass Dir meine alternativen Enden gefallen – die Freundin fand das vorhin komplett unglaubwürdig. :D

    Volker Radke

    Sonntag, August 30, 2009 um 7:54

  5. Freut mich, dass Dir meine alternativen Enden gefallen – die Freundin fand das vorhin komplett unglaubwürdig

    Ich glaube da wollte man den Zuschauern sowas nicht zumuten, die wollen ja immer ein gutes Ende haben. Schlechte Enden kommen nicht so gut an.

    m Gegensatz zum Babylon 5-Macher – seinen Atheismus in den Büchern durchgehalten hat.

    Ah ja? Was denkst du wen Londo Molari gemeint hat, als er immer mal wieder den „große Schöpfer“ angerufen hat ;-)

    serdargunes

    Sonntag, August 30, 2009 um 9:32

  6. Hm, keine Ahnung, wen er da gemeint hat. :D

    Dieser ganze Kram mit den körperlosen Minbari-Seelen etwa, den Seelenfängern, auch die Sache mit dem Schicksal, dem man nicht entkommen kann, das hätte für mich echt nicht sein müssen.

    Volker Radke

    Sonntag, August 30, 2009 um 9:57

  7. Hm, keine Ahnung, wen er da gemeint hat.

    Na wen wohl? Joseph Michael Straczynski (JMS)
    Peter Jurasik (Molari) hat das mal in einem Interview erwähnt.

    serdargunes

    Sonntag, August 30, 2009 um 10:02


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