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Sportsgeist
Eine kleine Geschichte der Boykotte und Nichtantritte bei Tischtennisweltmeisterschaften. Wie nicht anders zu erwarten, ist Israel am stärksten betroffen. Neben arabischen und muslimisch geprägten Ländern ist Indien dabei besonders hervorgetreten, das der israelischen Mannschaft gleich zweimal die Einreise verweigerte. Indien war sich sogar mit Pakistan darin einig, 1989 nicht gegen die israelische Mannschaft anzutreten. Im Folgenden die relevanten Passagen aus Wikipedia:
>>1959: Südafrika war nicht vertreten. Die Regierung von Südafrika verweigerte die Ausreisegenehmigung, weil Farbige in der Mannschaft eingesetzt werden sollten.
1967: Wegen der Kulturrevolution in China nahmen keine Sportler der Volksrepublik China an den Titelkämpfen teil.
Ursprünglich war die Austragung der WM nach Melbourne (Australien) vergeben worden. Allerdings hatte es die australische Regierung bereits im Vorfeld abgelehnt, die Einreiseerlaubnis für alle Nationen zu garantieren. Insbesondere wegen des Vietnamkrieges wollte die australische Regierung Sportlern aus Nordvietnam eventuell die Einreise verweigern. Daraufhin beschloss der ITTF 1966, die WM nicht in Melbourne auszurichten.
Die Regierung von Südafrika zog den Pass des Präsidenten des Südafrikanischen Tischtennisverbandes C.M.Bassa ein und verhinderte somit dessen Teilnahme am ITTF-Kongress in Stockholm.
1971: China verbot seinen Spielern, gegen Aktive aus Südvietnam oder Kambodscha anzutreten. Aus diesem Grunde schied Chuang Tse-tung in der 2.Runde des Herreneinzels kampflos aus. Auch die Chinesin Lin Mei-chun trat in der ersten Runde des Dameneinzels gegen Tan Sok Chen (Kambodscha) nicht an.
1975: Aus politischen Gründen wurde Israel und Südafrika das Einreisevisum [nach Indien] verweigert.
1977: Kenia boykottiert die WM gemäß einen Beschluss der Organisation für Afrikanische Einheit OAU, weil an der WM Länder teilnehmen, die mit Südafrika sportliche Kontakte unterhalten.
Der Chinese Wang Chun weigerte sich, gegen den Israeli Shlomo Mendelson im Herreneinzelwettbewerb anzutreten. Er wurde deshalb disqualifiziert. China boykottierte Israel, mit dem es damals keine diplomatischen Beziehungen unterhielt.
1979: Nordkorea verweigerte den Mannschaften von Israel und Südkorea die Einreise. Überlegungen der anderen Teilnehmer, die Weltmeisterschaft zu boykottieren oder zu einem „Weltturnier“ herabzustufen, fanden keine Mehrheit.
1983: Israel war diesmal bei der WM dabei, allerdings gab die Mannschaft von Pakistan gegen Israel die Punkte kampflos ab. Auch ein Doppel aus Marokko und eines aus Ägypten verweigerten den Kampf.
1987: Den Spielern aus Israel wurde aus politischen Gründen kein Einreisevisum [wieder nach Indien] erteilt, sie konnten daher nicht teilnehmen.
1989: Die Mannschaften von Pakistan und Indien weigerten sich, gegen die Mannschaft von Israel anzutreten.
1997: Die Mannschaften von Qatar, Iran und Algerien traten gegen Israel nicht an. Manche vermuteten politische Gründe [!].
1999: Die niederländische Regierung verweigerte den jugoslawischen Aktiven wegen des Krieges in Jugoslawien das Visum. Lediglich Slobodan Grujic konnte wegen des Schengener Abkommens einreisen, da er in Deutschland wohnte.
2003: Die Spieler Hani Al-Hammadi (Jemen) und Nabeel S Al-Magahwi (Saudi Arabien) wurden vom Weltverband ITTF für den Rest des Jahres 2003 disqualifiziert, weil sie nicht gegen den Israeli Gay Elenski antraten.<<
Fußballer im Handy-Zeitalter
Ein Trainer, der dem Mannschaftskapitän über die Presse mitteilt, dass der Mannschaftskapitän dem Trainer seine Kritik in einem persönlichen Gespräch und nicht über die Presse hätte mitteilen sollen.