Volker Radke

Der Gesellschaft etwas zurückgeben

Tabu im Asshole-Rap

Verfasst von volkerradke am Mittwoch, Mai 7, 2008

Jana Simon und Stefan Willeke über das HipHop-Label Aggro Berlin:

Gibt es eine Grenze? Doch, die Rapperin Lady Bitch Ray habe Aggro nicht unter Vertrag genommen. »Sie wäre beim ersten Konzert erschossen worden.« Möse und Allah in einer Zeile vereint, da hätte es sein können, dass ein muslimischer Familienvater ausrastet. Das habe Aggro nicht verantworten wollen.

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Verfasst von volkerradke am Samstag, Mai 3, 2008

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Klimaskeptikerlistenskeptizismus

Verfasst von volkerradke am Mittwoch, April 30, 2008

Desmogblog:

Dozens of scientists are demanding that their names be removed from a widely distributed Heartland Institute article entitled 500 Scientists with Documented Doubts of Man-Made Global Warming Scares.

Mit einiger Wahscheinlichkeit wird Benny Peiser hierzu nichts auf achgut.de schreiben, gerade weil er kürzlich auf einer Konferenz des Heartland-Instituts gesprochen hat.

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Schwer anders

Verfasst von volkerradke am Mittwoch, April 30, 2008

Während Rebecca Maskos noch die wissenschaftliche Debatte über Autismus (”Störung” vs. “Differenz”) referiert, erkennt man bereits anhand der Wortwahl ihre Präferenz:

Für ihre Sicht auf Autismus als bloße Differenz zur Norm bekommen »Auties« und »Aspies« seit einiger Zeit Unterstützung aus der Wissenschaft. Autismus ist eine angeborene Abweichung von der normalen Wahrnehmungs- und Informa­tions­­­verarbeitung, darüber sind sich Neuro­wis­sen­schaft­­ler einig. Leo Kanner, ein Kinderpsychiater aus Baltimore, und der österreichische Kinderarzt Hans Asperger benannten die Störung vor rund 65 Jahren nach dem altgriechischen Wort für »selbst«, autos. Experten fassen alle Formen des Autismus als »autistisches Spektrum« zusammen. Es reicht vom schweren, frühkindlichem »Kanner-Autismus« bis zum milderen, in den ersten Lebensjahren auftretenden »Asperger-Autis­mus«.

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Krankenkassenhumor

Verfasst von volkerradke am Mittwoch, April 16, 2008

Durch meine Teilnahme am Disease Management Program für Typ-1-Diabetiker spart meine Krankenkasse Geld. Dafür bekomme auch ich etwas, nämlich die Befreiung von der Arztgebühr, also 10€ pro Quartal. Leider bringt mir das nichts, weil ich ohnehin locker mehr als 1% meines Gehalts für Medikamente ausgebe, also so oder so von der Zuzahlung befreit werde, wenn ich diese Grenze überschreite. Die Befreiung von der Praxisgebühr hilft also nur Normal- und Besserverdienenden, bei mir sorgt sie dafür, dass ich die Zuzahlungsgrenze ein paar Wochen später erreiche, ohne dass sich an der Gesamtsumme meiner Gesundheitskosten irgend etwas ändert.

Nun bin ich auf Anfrage meines Allgemeinmediziners dem Hausarztmodell beigetreten. Dafür wird mir seitens der Krankenkasse nochmals die Praxisgebühr erlassen, sprich ich habe auch davon nichts, was mir während des Gesprächs leider nicht eingefallen ist.

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Absolute Zahlen und Hinrichtungen

Verfasst von volkerradke am Mittwoch, April 16, 2008

Irreführend sind die heutigen Meldungen zur Todesstrafe, nach denen China “Spitzenreiter” für das Jahr 2007 sei, weil mit absoluten Zahlen operiert wird und die Bevölkerungszahl in der Presse keine Rolle spielt. So schreibt die FAZ:

Zwar ließ die chinesische Justiz 2007 nach der Statistik von Amnesty mit mindestens 470 nur noch halb so viele Menschen töten wie im Vorjahr. Trotzdem machte das immer noch mehr als ein Drittel aller weltweit vollstreckten Todesurteile aus.

Das mag zwar sein, aber es lebt auch jeder fünfte Mensch in China. Im Vergleich dazu der Iran: Obwohl nur jeder hundertste Mensch im Iran lebt, sicherte sich dieser einen komfortablen 2. Platz hinter China, mit nur einem Drittel weniger Hinrichtungen als dort. Folglich ist die Gefahr, im Iran hingerichtet zu werden, etwa 13 mal so hoch wie in China, immer gesetzt, die Ergebnisse sind einigermaßen genau. Im Vergleich dazu die USA: Dort beträgt das Risiko einer Hinrichtung etwas mehr als ein Drittel des Risikos in China, und weniger als 3% des Risikos im Iran.

In Deutschland gibt es die Todesstrafe nicht, denn man hat sie abgeschafft, um Nazis zu schützen.

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Verfasst von volkerradke am Dienstag, April 15, 2008

Heute morgen früher aufgewacht, weil ein Traum zu gut verlief und dadurch unglaubwürdig wurde.

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Gesetz zum Schutz der deutschen Stammzelle

Verfasst von volkerradke am Samstag, April 12, 2008

Reinhard Frauscher, Kurier:

Der Bundestag erlaubt der Forschung die Verwendung von jüngeren embryonalen Stammzellen – nur aus dem Ausland.

[...]

Dass Deutschland überhaupt so verbissen darüber diskutiert, ist nur mit der menschenverachtenden Vergangenheit der Nazi-Zeit erklärbar. Sie macht die Abwägung von nur für die Forschung extrem eng ausgelegtem Lebensschutz gegen die Chancen zur Verbesserung und Verlängerung bestehenden Lebens zum Eiertanz. Erlaubt ist bisher nur die Nutzung ausländischer Stammzellen, wobei auch die vor 2002 gewonnen worden sein müssen.

Wegen der “menschenverachtenden Vergangenheit der Nazi-Zeitwerden nur nichtdeutsche Stammzellen zu Forschungszwecken traktiert. Zum Glück ist das harmloser, als wegen Auschwitz Serbien zu bombardieren.

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Verfasst von volkerradke am Samstag, April 12, 2008

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Marxisten-Antistalinisten

Verfasst von volkerradke am Samstag, April 12, 2008

In der antisowjetischen Zeitschrift Bahamas konnte man 2003 lesen, der sowjetische Kommunismus sei schon vor 1945 “zu 90% eine bekämpfenswerte und abscheuliche Angelegenheit gewesen” (Bahamas 42, S. 53)”. Die Deutschen sahen das ähnlich und gaben sich redlich Mühe die Sowjetunion aus der Welt zu schaffen. Damit ist klar, dass für Wertmüller der Sieg der Roten Armee über Deutschland sowie die Befreiung u.a. der Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau und Majdanek gegenüber den Verbrechen des Stalinismus von zweitrangiger Bedeutung sind.

Sören Pünjer hat in der aktuellen Ausgabe von Bahamas (Nr. 54, S. 34ff.) in einem Artikel über den Stalinismus nachgelegt und deutlich gemacht, dass die Niederlage der Deutschen kein wirkliches Verdienst des Sowjetkommunismus gewesen ist, weil der Stalinismus bei diesem Sieg eher ein Hindernis als von Nutzen gewesen sei.

Eine Beschäftigung mit den Einzelnachweisen erspare ich mir und den Lesenden hier und weise statt dessen auf einige Aspekte hin, die Pünjer vermutlich nicht einmal bestreiten würde, die für seine Belange jedoch nicht interessant sind:

- Die Sowjetunion hat faktisch den größten Anteil am Sieg über Deutschland und seine Verbündeten, und sie hatte mit Abstand die meisten Opfer zu beklagen. Mehr als zwei Drittel der Gesamtverluste der deutschen Armeen (über 3,8 Millionen) wurden durch die Sowjetarmee verursacht, weit mehr als 20 Millionen Sowjetbürger ließen während des deutschen Vernichtungskriegs ihr Leben.

- Man kann mit einigem Recht bezweifeln, ob die westlichen Demokratien in der Lage gewesen wären, ähnliche Opfer zu bringen und den Nationalsozialismus vollständig zu besiegen. Dies liegt beileibe nicht nur am Stalinismus, sondern auch an den unterschiedlichen Vorgeschichten der beteiligten Nationen, dem unterschiedlichen Wert, den menschliches Leben und Individualismus besaßen, sowie einer Vielzahl von politischen, religiösen und nationalistischen Motivationen, die hier nicht weiter von Belang sind.

- Folglich hatte die Sowjetunion an Zuständen in Deutschland maßgeblichen Anteil, die es Sören Pünjer ermöglichen darüber zu sinnieren, ob der Stalinismus dem v.a. durch die Rote Armee errungenen Sieg über den Nationalsozialismus vielleicht doch eher abträglich gewesen ist.

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